Wirtschaftslage in Österreich besser als die Stimmung

Die Realwirtschaft in Österreich ist besser als die Stimmung im Land, welche durch die andauernde Eurokrise getrübt wird. Davon sind zumindest verschiedene Analyse-Häuser, wie zum Beispiel das Österreichische Institut für Wirtschaftsforschung (Wifo) überzeugt.

Dort rechnet man im laufenden Jahr mit einem Wachstum von 0,6 Prozent und für 2013 mit einer Zunahme der Wirtschaftsleistung um 1,3 Prozent, sofern denn „die Eurozone erhalten“ bleibt, wie Wifo-Chef Karl Aiginger erklärt. Das Haus hat damit die Prognose für das laufende Jahr sogar leicht nach oben korrigiert, denn diese lag bislang bei 0,4 Prozent.

Institut für höhere Studien (IHS) noch optimistischer
Das IHS ließ seine Prognosen zwar unverändert, doch diese lagen ohnehin über denen des Wifo. So rechnet man hier mit einem Wachstum von 0,8 Prozent in 2012 und von 1,7 Prozent in 2013. Allerdings warnt auch das IHS davor, dass sich die Krise nicht weiter verschärfen dürfe, sondern nach Möglichkeit schnell gelöst werden sollte, denn ansonsten könne sich das Wachstum doch schlechter darstellen.

Unternehmen werden pessimistischer
Denn die Krise hat inzwischen die Köpfe der Unternehmen erreicht, denn deren Zukunftsoptimismus schwindet immer weiter. Der Bank Austria-Einkaufsmanagerindex ist im Juni zum vierten Mal in Folge gesunken. In Mitleidenschaft gezogen durch die schlechte Stimmung wird aber auch die Industrie, die fast schon vor dem kompletten Wachstumsstillstand steht.

Lage besser als die Stimmung

Dabei könnte allerdings der Juni sogar der Monat der Trendwende werden, denn die Auftragslage verbesserte sich leicht. Zudem entspannte sich die Kostensituation durch fallende Einkaufspreise. In Zukunft wird deshalb unter den Einkaufsmanagern damit gerechnet, dass die Produktion wieder ansteigen wird. Die Stimmung in der Wirtschaft sei deshalb deutlich schlechter als die Lage, fasst IHS-Chef Christian Keuschnigg die aktuelle Situation zusammen.

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